Weiterführende Links und Informationen

Fotografie für Sternenkinder

Einige Eltern haben zwar Fotos von ihren kleinen Sternchen zuhause, die sie aber eventuell niemandem zeigen möchten. Andere wiederum haben kein einziges Erinnerungsfoto.

Es gibt Fotografen, die ehrenamtlich würdevolle Bilder von eurem Sternenkind machen.

Die Seite dein-sternenkind.eu stellt den Kontakt für euch her. Wir kontaktieren sie für euch. Habt den Mut und meldet euch bei uns über das Notfallkontaktfomular, um diesen unwiederbringlichen Moment in Würde festzuhalten.

 

„Jedes Leben besteht aus einer Kette von Reisen. Die Länge der Kette können wir allerdings nicht selbst bestimmen. Manche Kette hält wenige Wochen, eine andere ganze Monate und die nächste vielleicht viele Jahrzehnte. Dennoch kann auch eine kurze Kette viele Reisen bündeln. Wir möchten, dass Ihr Kind nicht nur im Gedächtnis bleibt, sondern auch in greifbaren Objekten auftaucht.“     Kai Gebel – Initiator DEIN-STERNENKIND.EU

Sternenkinderhimmel

Warum? – Diese Frage stellen wir uns immer wieder…

Wir, Barbara und Mario Martin sind leider nur im Herzen zu fünft, denn wir sind von außen betrachtet „nur“ zu zweit. Wir verloren im November 2007 unseren ersten Sohn Joseph-Lennard und im Herbst 2008 auch noch unsere Zwillinge Penelope-Wolke und Tamino-Federico jeweils im 7. Monat. Der Sternenkinderhimmel hilft, die Kinder außerhalb unseres Herzens sichtbar zu machen.

Für uns, unsere Familien und Freunde war das letzte Jahr so unendlich schwer und keiner von uns kann es fassen, dass nun keine 3 Kinder, keine 3 Patenkinder und keine 3 Enkelkinder bei uns sind.

Wir haben uns so auf sie gefreut, DARUM sollen sie nie vergessen werden und DARUM gibt es diese Seite.

Teilen Sie unser Schicksal?

Der Sternenkinderhimmel steht für jeden offen, der ein ähnliches Schicksal erleiden musste. Hier können Sie Ihren Sternenkinder einen Platz geben und Sie auch außerhalb Ihres Herzens einen Platz geben.

Trauerreden Saar

Es kommt einmal der Tag, an dem der Lebensweg zu Ende geht…

Dann braucht man einen Menschen, der es versteht, dem Abschied eine ganz persönliche und würdige Form im angemessenen Rahmen zu geben.

Die Trauerfeier soll reflektieren, erinnern, trösten…

Der Abschied soll würdevoll, persönlich und warmherzig sein. Der Trost, den eine schöne Trauerfeier den Hinterbliebenen gibt, ist sehr wertvoll. Darum wird jede Trauerfeier von mir individuell gestaltet. So wird es möglich, das Leben des Versorbenen in seiner ganzen Vielfalt zu würdigen und seine Persönlichkeit zu reflektieren.

Möglichkeiten nach Fehlgeburt

Nach der Diagnosestellung Fehlgeburt gibt es keinen Grund zur Eile. Dein Zustand und dein Wunsch ist für das weitere Vorgehen ausschlaggebend.
Die drei prinzipiellen Möglichkeiten sind Abwarten, medikamen-töse Einleitung oder Ausschabung (Kürettage).

Reportage über Sternenkinder

Eine Reportage von Wibke Kämpfer über die Frauenklinik des katholischen Vinzenz Pallotti Hospital bei Köln. Die Reportage klärt über das Thema „Sternenkinder“ auf und zeigt Möglichkeiten, den Moment mit seinem still geborenen Kind nicht übereilt herbeizuführen, sondern insbesondere für die Trauerbewältigung bewusst zu erleben und festzuhalten.

Statistik über Totgeburten im Saarland

Die Medizin hat sich in den vergangenen Jahrzehnten immens verbessert. Doch gegen die Laune der Natur kommt diese auch nicht an. Es gibt die unterschiedlichsten Ursachen für Fehl- oder Totgeburten. Gegen die meisten ist noch kein Kraut gewachsen. Um deutlich zu machen, wie viele Totgeburten es doch tatsächlich gibt, und aufzuzeigen, dass man nicht alleine damit ist, hier die Zahlen von 2010-2015 im Saarland:

2010: 20
2011: 21
2012: 21
2013: 23
2014: 19
2015: 34

Statistik über Fehlgeburten

Über die Fehlgeburten lässt sich keine Statistik führen, da diese sehr früh meist unbemerkt bleiben.
Eine Abschätzung über die Häufigkeit und das Risiko von Fehlgeburten ist beispielsweise auf der Seite http://www.kinderwunsch-uni-bonn.de/Haeufigkeit-von-Fehlgeb… einzusehen.

Gesetzliche Definitionen kurzgefasst

Gesetzliche Definitionen nach der Personenstandsverordnung (§31 PstV)

Lebendgeburt:
Lebend geboren ist ein Kind bei dem die Nabelschnur pulsiert oder die Atmung eingesetzt oder das Herz geschlagen hat.

Totgeburt:
Als tot geboren zählt ein Kind, wenn keines der Lebenszeichen einer Lebendgeburt vorhanden war und das Gewicht mindestens 500g beträgt.

Fehlgeburt:
Fehlgeboren ist ein Kind, wenn keines der Lebenszeichen einer Lebendgeburt vorhanden war und das Gewicht weniger als 500g beträgt.

Eine Fehlgeburt wird nicht im Personenstandsregister beurkundet. Die Eltern können jedoch auf Wunsch eine Bescheinigung über das fehlgeborene Kind beim zuständigen Standesamt erhalten. Hierfür ist eine entsprechende Bescheinigung über die Fehlgeburt vom Krankenhaus notwendig.

Fehlgeburt
Eine Fehlgeburt ist eine Schwangerschaft, die endet bevor der sich entwickelnde Embryo bzw. Fetus lebensfähig ist. Bis zur 12. Schwangerschaftswoche nennt man das Kind Embryo, danach Fötus. Eine Fehlgeburt in der Frühschwangerschaft ist ein häufiges Ereignis. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass 10-20% aller Schwangerschaften in einer Fehlgeburt vor der 20. Schwangerschaftswoche enden. 80% dieser Fehlgeburten passieren in den ersten 12 Schwangerschaftswochen. Die wirkliche Rate an Fehlgeburten ist noch viel höher, da die meisten Fehlgeburten dann passieren, wenn die betroffenen Frauen noch gar nicht wissen, dass sie schwanger sind. Eine Studie zeigte, dass insgesamt 31% aller angelegten Schwangerschaften in eine Fehlgeburt münden. Es gibt unterschiedliche Formen einer Fehlgeburt. Diese werden im folgenden kurz aufgeführt.
Drohende Fehlgeburt (Abortus imminens)
Bei Frauen mit vaginaler Blutung/Unterbauchschmerzen in der Frühschwangerschaft aber ohne andere Schwangerschaftsprobleme wird mit die Diagnose Abortus imminens (drohende Fehlgeburt) gestellt. Der Gebärmutterhalskanal ist geschlossen und die Gebärmutter ist der Größe der Schwangerschaft entsprechend. Im Ultraschall kann eine Embryoanlage festgestellt werden. Falls die Schwangerschaft alt genug ist, kann auch eine Herzaktion beim sich entwickelten Embryo festgestellt werden. In den meisten Fällen von drohender Fehlgeburt hört die Blutung nach einigen Tagen wieder auf und die Schwangerschaft kann ohne Schwierigkeiten fortgesetzt werden. In seltenen Fällen kann die Blutung stärker werden und zu einer wirklichen Fehlgeburt führen.
Abortus im Gange
Dies bezeichnet ein Zustandsbild, bei dem die Fehlgeburt nicht mehr aufgehalten werden kann. Der Gebärmutterhals ist eröffnet, die Blutung stark, Bauchkrämpfe sind meistens vorhanden. Abortus incompletus (inkomplette Fehlgeburt) Eine inkomplette Fehlgeburt liegt dann vor, wenn bereits das meiste Schwangerschaftsgewebe ausgestoßen wurde, jedoch ein Teil in der Gebärmutter verblieben ist. Typischerweise wurde der Embryo bzw. der Fötus ausgestoßen aber Teile des Mutterkuchens sind noch in der Gebärmutter.
Abortus completus (komplette Fehlgeburt)
Falls eine Schwangerschaft komplett aus der Gebärmutter ausgestoßen wird und keine Reste in der Gebärmutter verbleiben, wird dies als komplette Fehlgeburt bezeichnet. Üblicherweise passiert dies lediglich vor der 12. Schwangerschaftswoche. Nach der Fehlgeburt kann es trotzdem zu Blutungsepisoden und Unterbauchschmerzen kommen, die jedoch ohne weitere medizinischer Intervention wieder aufhören. Eine Ultraschallunterschung bestätigt die klinische Diagnose.
Septische Fehlgeburt
Manche schwangere Frauen mit einer Fehlgeburt entwickeln eine Infektion in der Gebärmutter. Dies wird als septischer Abort bezeichnet. Symptome beinhalten Fieber, Schüttelfrost, Unwohlsein, abdominale Schmerzen, vaginale Blutung und vaginaler Ausfluss.
Missed Abortion (verhaltene Fehlgeburt)
In manchen Fällen kommt es vor, dass sich eine Schwangerschaft anfänglich scheinbar normal entwickelt und bereits eine Embryonalanlage im Ultraschall festgestellt werden kann, und dann der Embryo abstirbt. In diesen Fällen spricht man von einem missed abortion. Das Ultraschallbild ist charakteristisch, man sieht einen Embryo ohne Herzaktion.
Totgeburt
Eine Totgeburt liegt laut deutscher Personenstandsverordnung vor, wenn nach der Geburt eines mindestens 500 Gramm schweren Kindes kein erkennbares Lebenszeichen nachzuweisen ist, also weder das Herz geschlagen noch die Nabelschnur pulsiert oder die natürliche Lungenatmung eingesetzt hat (§ 31 PStV). Die Schwangerschaftsdauer ist hierbei unerheblich.
Ist das Kind während der zweiten Schwangerschaftshälfte im Mutterleib verstorben, lautet die Diagnose Intrauteriner Fruchttod (IUFT) oder Infans mortuus.
Quelle: Wikipedia
Plötzlicher Kindstod
Der plötzliche Kindstod ist definiert als plötzlicher Tod eines Säuglings, für den trotz Autopsie und Untersuchung des Auffindeortes keine Ursache – wie zum Beispiel Krankheit oder Unfall – ermittelt werden kann. Es handelt sich also immer um eine Ausschlussdiagnose. Das heißt, dass der Kinderarzt oder Pathologe, manchmal auch der Rechtsmediziner (ungeklärte Todesart), alle anderen denkbaren natürlichen und nicht-natürlichen Todesursachen wie Infektionen, Stoffwechselstörungen, Blutungen (auch nach Schütteltrauma), Fehlbildungen und Unfälle (Vergiftung, Strom, Sturz, Unterkühlung, Ertrinken, Ersticken, …) ausschließen muss und auch die klinische Vorgeschichte sowie die konkreten Todesumstände keinen richtungsweisenden Anhalt geben dürfen, bevor man vom plötzlichen Kindstod sprechen kann. Gleichzeitig heißt dies aber auch, dass man eine Ursache für den plötzlichen Kindstod nicht kennt, sondern es nur unterschiedliche Hypothesen dazu gibt.
In den meisten Fällen findet der plötzliche Kindstod während der (vermuteten) Schlafenszeit des Säuglings statt.
Quelle: Wikipedia

Hebammenhilfe

Was viele nicht wissen: Jede Schwangere hat Anspruch auf Hebammenhilfe während der gesamten Schwangerschaft, während der Geburt und auch danach. Dies gilt auch für Fehl- oder Totgeburten. Außerdem kann die Frau an der Rückbildungsgymnastik teilnehmen. Im Falle einer Totgeburt ist gegen ärztliches Attest auch Einzelrückbildung möglich, um der Sternenmama die Rückbildung in der Gruppe zu ersparen.

Der Umgang mit Sterneneltern – Tipps für Angehörige

Der Verlust eines Kindes ist für Eltern ein kaum zu überwindendes Schicksal, es ist ein Schock, der sich tief im Herzen eingräbt und für immer Spuren dort hinterlässt. Für Außenstehende und Angehörige ist es mitunter kaum zu ertragen mit ansehen zu müssen, wie ihre Liebsten unter dem Verlust leiden. Und selbst für sie ist der Verlust nur schwer zu verkraften, schließlich verlieren Oma und Opa ihr Enkelkind, die Geschwister ihr lang ersehntes Schwesterchen oder Brüderchen, Tanten und Onkeln verlieren ihre Neffen und Nichten, auf die sich doch die ganze Familie so gefreut hat.

Daher ist es bei der Trauerarbeit enorm wichtig, alle Angehörigen mit ins Boot zu holen. Zwar muss jeder für sich selbst trauern und einen Weg finden, das Erlebte zu verarbeiten, doch der Zusammenhalt der Familienangehörigen, der engsten Freunde und Bekannte kann in dieser schweren Zeit Wunder bewirken. Doch was tun, wenn man erfährt, dass jemand aus dem nahen Umfeld nun Sternenmama bzw. Sternenpapa ist? Außenstehenden fällt es oft schwer, die richtigen Worte zu finden, oder wissen nicht, wie sie am besten helfen können.

Wir haben ein paar Punkte zusammengestellt, die zur Orientierung dienen sollen. Wir hoffen, ein wenig Licht ins Ungewisse zu bringen, und die Trauerarbeit dadurch ein wenig zu erleichtern.

„Freunde sind wie Sterne, wenn es dunkel wird leuchten sie besonders hell.“

  • Zuhören ohne zu werten, ohne zu urteilen, zuhören ohne gut gemeinte Ratschläge zu erteilen.
  • Fragen, was man gutes tun kann, was braucht die Person in diesem Moment, wobei kann man sie unterstützen (beim Einkaufen, Essen zubereiten, im Haushalt, Organisatorisches, ect.).
  • Das Kind hat einen Namen, nehmt es in der Mitte der Familie, der Angehörigen auf, denn es gehört genauso dazu wie jedes andere Kind.
  • Trauer braucht Zeit und hört nie auf, sie verändert sich nur. Daher ist es wichtig, keine Erwartungen an die Trauernden zu stellen. Auch nach 1, 5, oder 10 Jahren schmerzt der Verlust noch immer.
  • Sterneneltern verändern sich, sie sind in der Tiefe der Trauer oft kraftlos und haben eventuell nicht mehr so viel Energie und Lebensfreude wie früher einmal. Auch dieser Zustand soll liebevoll angenommen werden.
  • Sterneneltern fällt der Umgang mit anderen Kindern und Neugeborenen oft schwer, hier ist Verständnis und Respekt besonders wichtig.
  • Es ist heilsam, über die eigenen Sternenkinder zu sprechen. Fragt nach „möchtest du mir von deinem Kind erzählen?“. Wenn Angehörige dem Thema ausweichen, fühlen sich Sterneneltern oft isoliert und einsam.
  • Vermeidet Floskeln wie „ihr seid ja noch jung“, „Zeit heilt alle Wunden“, „besser als ein krankes Kind“, und und und. Falls es schwerfällt, die richtigen Worte zu wählen, sollte man schweigen und einfach nur zuhören.

„In schwierigen Zeiten haben wir die Gelegenheit, innere Stärke zu entwickeln.“

Auch Angehörigen, Freunden und Bekannten wird durch dieses schwere Schicksal die Chance gegeben, innere Stärke zu entwickeln und die Beziehung zu den Sterneneltern auf eine neue Art zu lernen und auf einer tieferen Ebene zu festigen.

Bestattungsrecht Saarland

§ 25 Bestattungspflicht
(1) Jede Leiche muss bestattet werden.
(2) 1Eine tot geborene oder während der Geburt verstorbene Leibesfrucht mit einem Gewicht unter 500 Gramm (Fehlgeburt) kann auf ausdrücklichen Wunsch eines Elternteils bestattet werden. 2Andernfalls ist sie von der Einrichtung, in der die Geburt erfolgt ist, hygienisch einwandfrei und dem sittlichen Empfinden entsprechend zu beseitigen, sofern sie nicht rechtmäßig zu medizinischen, pharmazeutischen oder wissenschaftlichen Zwecken verwendet wird oder als Beweismittel von Bedeutung ist. 3Satz 2 gilt auch für eine tot geborene oder während der Geburt verstorbene Leibesfrucht mit einem Gewicht unter 500 Gramm (Fehlgeburt) außerhalb von Einrichtungen. 4Bezüglich der Verpflichtung zur sachgerechten Beseitigung gilt in diesen Fällen § 14 Abs. 2 entsprechend.
(3) 1Für aus Schwangerschaftsabbrüchen stammende Embryonen und Föten mit einem Gewicht von höchstens 1.000 Gramm kann auf ausdrücklichen Wunsch eines Elternteils von der Bestattung abgesehen werden, wenn nicht der ausdrückliche Wunsch des anderen Elternteils entgegensteht. 2Absatz 2 Satz 2 findet entsprechend Anwendung.
(4) Abgetrennte Körperteile sind hygienisch einwandfrei und dem sittlichen Empfinden entsprechend zu beseitigen, soweit und solange sie nicht wissenschaftlichen Zwecken dienen.
§ 26 Bestattungspflichtige
(1) Für die Bestattung haben die volljährigen Angehörigen in folgender Reihenfolge zu sorgen: 1. die Ehefrau/der Ehemann, 2. die Partnerin/der Partner einer eingetragenen Lebenspartnerschaft, 3. die Kinder, 4. die Eltern, 5. die Partnerin / der Partner einer auf Dauer angelegten nichtehelichen Lebensgemeinschaft nach §7 Absatz 3 Nummer 3 in Verbindung mit Absatz 3a des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch (Artikel 1 des Gesetzes vom 24. Dezember 2003, BGBI. S. 2954, zuletzt geändert durch Artikel 2a des Gesetzes vom 24. September 2008 (BGBI. I S. 1856, 2874), in der jeweils gültigen Fassung, 6. die Geschwister, 7. die Großeltern, 8. die Enkelkinder.
(2) 1Sind Bestattungspflichtige im Sinne des Absatzes 1 nicht vorhanden oder nicht zu ermitteln oder kommen sie ihrer Pflicht nicht nach und veranlasst kein anderer die Bestattung, hat die für den Sterbeort zuständige Ortspolizeibehörde diese anzuordnen oder auf Kosten der/des Bestattungspflichtigen selbst zu veranlassen. 2 Ist in den Fällen des Satzes 1 der Sterbeort nicht gleichzeitig der Wohnort, so ordnet die für den Sterbeort zuständige Ortspolizeibehörde in Absprache mit der Wohnortgemeinde die Bestattung an. 3Sind in den Fällen des Satzes 2 keine Bestattungspflichtigen im Sinne des Absatzes 1 vorhanden, so trägt die Ortspolizeibehörde der Wohnortgemeinde die Bestattungskosten.
(3) Eine auf Gesetz oder Rechtsgeschäft beruhende Verpflichtung, die Kosten zu tragen, bleibt unberührt.
§ 27 Bestattungsart
(1) Die Bestattung kann als Erd- oder Feuerbestattung oder als oberirdische Bestattung in Grabkammern vorgenommen werden.
(2) Art und Ort der Bestattung richten sich, soweit möglich, nach dem Willen der/des Verstorbenen, wenn sie/er das 14. Lebensjahr vollendet hatte und nicht geschäftsunfähig war.
(3) Ist eine derartige Willensbekundung nicht bekannt, entscheiden die Hinterbliebenen in der Reihenfolge des § 26 Abs. 1.
(4) 1Wenn die Ortspolizeibehörde des Sterbeortes oder des Wohnortes die Bestattung veranlasst, hat sie für eine würdige, angemessene und ortsübliche Bestattung Sorge zu tragen. 2Eine Willenserklärung nach Absatz 2 soll berücksichtigt werden. 3Gleiches gilt für eine Bestattung, deren Kosten nach § 74 SGB XII von dem jeweils zuständigen Sozialhilfeträger zu übernehmen ist. 4Handelt es sich um die Leiche einer/eines Unbekannten, so ist nur eine Erdbestattung zulässig. 5§ 30 Absatz 2 findet Anwendung
Stand: Mai 2017 Quelle: Ministerium für Gesundheit und Verbraucherschutz