Aktuelles

Entwicklung eines Handbuchs für Selbsthilfegruppen-Moderatoren

Ein zentraler Schwerpunkt unseres Vereins im Jahr 2025 war die Konzeption und Ausarbeitung eines umfassenden Handbuchs für Moderatoren von Selbsthilfegruppen für Sterneneltern. Mit diesem Projekt möchten wir die Weiterentwicklung unserer Selbsthilfeangebote fördern und die Selbsthilfestrukturen nachhaltig stärken.

Das Ziel: ehrenamtlich tätige Moderatoren systemisch qualifizieren, damit sie Gruppen rund um den Verlust eines Kindes achtsam, respektvoll und kompetent begleiten können.

Das Handbuch umfasst über 40 Seiten und dient als praxisnaher Leitfaden für die Vorbereitung, Durchführung und Reflexion von Gruppentreffen. Es unterstützt Moderatoren dabei, ihre verantwortungsvolle Aufgabe mit einer Haltung der Empathie und Professionalität wahrzunehmen. Damit trägt es maßgeblich zur Qualitätssicherung und Nachhaltigkeit unserer Angebote bei.

Inhalte des Handbuchs

  • Die Rolle und Haltung der Moderatoren
  • Aufbau und Ablauf von Gruppentreffen
  • Gesprächsführung mit Herz und Struktur
  • Umgang mit besonderen Situationen
  • Selbstfürsorge und emotionale Nachsorge für Moderatoren
  • Umgang mit Krisensituationen und Vermittlung weiterführender Hilfe

Besonderes Augenmerk liegt auf der Vielfalt der Trauerwege, kulturellen Unterschieden und spirituellen Bedürfnissen. Das Handbuch wird neuen Moderatoren im Rahmen ihrer Einarbeitung zur Verfügung gestellt und dient als kontinuierliche Begleitressource im Gruppenalltag.

Mit der Fertigstellung dieses Handbuchs setzt unser Verein einen wichtigen Schritt zur Stärkung der gesundheitsbezogenen Selbsthilfe im Bereich psychischer Belastungs- und Verhaltensstörungen nach dem Verlust eines Kindes. So sichern wir ein qualitätsgesichertes Angebot für betroffene Familien im Saarland.

Digitale Selbsthilfe jetzt auch auf Englisch verfügbar!

Ein bedeutender Meilenstein für unseren Verein:
Unsere digitale Selbsthilfe für Sterneneltern ist ab sofort auch in englischer Sprache verfügbar!

Damit öffnen wir einen wichtigen Raum für international betroffene Familien, Angehörige und Mitfühlende, die bisher sprachlich keinen Zugang zu unseren Angeboten hatten.
Denn Trauer kennt keine Grenzen – und Unterstützung sollte es auch nicht.

Unsere digitale Selbsthilfe bietet einen geschützten Ort für Austausch, Information und Begleitung – ganz unabhängig von Zeit und Ort.
Sie ist ein wertvoller Beitrag zur psychosozialen Versorgung von Eltern, die ihr Kind während der Schwangerschaft oder kurz nach der Geburt verloren haben.

Ein herzliches Dankeschön geht an die Techniker Krankenkasse, die dieses Projekt möglich gemacht hat und uns bei der Umsetzung unterstützt.

Mehr Informationen und Zugang zur englischen Selbsthilfe findest du hier:
sterneneltern.saarland/de

We see you. We hear you. You are not alone.

Schmetterlingsgeflüster – Staffel 6 entsteht gerade ️

Wir sind voller Vorfreude:
Die Produktion der 6. Staffel unseres Podcasts „Schmetterlingsgeflüster – Wenn Babys sterben“ hat begonnen!

Dieser Podcast ist ein echtes Herzensprojektfür Sterneneltern, von Sterneneltern.
Er schenkt Raum für Erinnerungen, Gefühle und Geschichten, die berühren, verbinden und Hoffnung schenken.

Hast du ein Sternenkind, bist selbst betroffen oder Angehörige:r?
Oder hat das Thema „Sternenkinder“ für dich eine ganz besondere Bedeutung?
Dann freuen wir uns, wenn du deine Geschichte mit uns teilst.
Jede Stimme macht Mut und zeigt: Du bist nicht allein.

Mit viel Feingefühl und Wärme begleitet uns Martina Straten durch jede Folge.
Ihre einfühlsame Art schafft einen sicheren Raum, in dem Worte fließen dürfen – ganz so, wie es sich für dich richtig anfühlt.

Bereits über 90 Podcastaufnahmen sind entstanden – voller Mut, Ehrlichkeit und Verbundenheit.
Ein riesiges Dankeschön an alle, die bisher ihre Erfahrungen mit uns geteilt haben.

Mehr zum Podcast findest du hier:
schmetterlingsgefluester.letscast.fm
sternenelternsaarland.de/podcast

Kontakt:
verein@sternenelternsaarland.de

Ein ganz besonderer Dank geht an unseren Sponsor, die IKK Südwest, die uns auch bei der 6. Staffel unterstützt und dieses Projekt möglich macht.
Danke für euer Vertrauen und eure Wegbegleitung.

Wir sind nominiert!

Wir können es kaum glauben – aber es ist wahr:
Unser Podcast „Schmetterlingsgeflüster – Wenn Babys sterben“ ist für den Marketing Award 2025 in der Kategorie Best of Charity nominiert!

Mit unserem Herzensprojekt haben wir einen Raum geschaffen, in dem Trauer, Erinnerung und Hoffnung Platz finden. Dass dieser Raum nun auch öffentlich gewürdigt wird, berührt uns zutiefst.

Ein riesiges Dankeschön geht an die IKK Südwest und Prof. Dr. Loth, die uns auf diesem Weg begleitet und unterstützt haben. Ohne euch wäre dieser Schritt nicht möglich gewesen.

Und das Schönste: Es geht weiter.
Wir stecken bereits mitten in den Planungen für Staffel 6 – mit neuen Geschichten, neuen Stimmen und ganz viel Herz.

Dieser Podcast ist mehr als Worte.
Er ist ein Ort für all die Sternenkinder, die nie vergessen werden.
Ein Ort für Eltern, für Angehörige, für Mitfühlende.
Ein Ort, der zeigt: Du bist nicht allein.

Danke, dass ihr uns begleitet.
Danke, dass ihr hinhört.
Danke, dass ihr mit uns ein Zeichen setzt.

Ein besonderer Tag im Marienhausklinikum Neunkirchen

Laura und Sandra durften die Arbeit des Vereins SternenEltern Saarland im Rahmen einer internen Fortbildung im Marienhausklinikum Neunkirchen vorstellen.

Die Schulung mit dem Titel
„Still geboren – und was machen wir damit?“
wurde vom Klinikpersonal selbst initiiert und richtete sich an Ärzte, Pflegekräfte, Hebammen, Mitarbeitende der gynäkologischen Ambulanz, Seelsorger und alle Interessierten.

Im Mittelpunkt stand der sensible und würdevolle Umgang mit stillen Geburten (IUFT) sowie die Frage, wie betroffene Eltern in dieser schweren Zeit achtsam begleitet werden können.

Wir danken dem Marienhausklinikum Neunkirchen für die Offenheit, das Engagement und den Raum für dieses wichtige Thema.
Gemeinsam setzen wir ein Zeichen für mehr Mitgefühl, Achtsamkeit und Unterstützung in der geburtshilflichen Versorgung.

Gemeinsam unterwegs für Sternenkinder – Dank an die SVE!

Auch in diesem Jahr durften wir uns über die großartige Unterstützung der Sportvereinigung Elversberg (SVE) bei der Aktion „110.000 km für 110.000 Sternenkinder“ freuen. Mit viel Herz und Engagement hat die SVE erneut ein starkes Zeichen für Sternenkinder und ihre Familien gesetzt.

Ein ganz besonderer Moment war für uns die große Ehre, unsere Arbeit und unseren Podcast „Schmetterlingsgeflüster“im Stadion der SVE vorstellen zu dürfen – und das vor fast 10.000 Menschen! Auf der Stadionleinwand wurde ein bewegendes Video gezeigt, das unsere Mission sichtbar machte. Zusätzlich durften wir mit einem Informationsstand vor Ort sein und mit vielen interessierten Besuchern ins Gespräch kommen.

Besonders berührt hat uns die Solidarität der Fangemeinschaft, die sogar Spenden für unseren Verein gesammelt hat. Dieses Zeichen der Verbundenheit und Unterstützung bedeutet uns sehr viel.

Wir danken der SVE, allen Fans und Unterstützern von Herzen für diese wertvolle Plattform, die Aufmerksamkeit für Sternenkinder schafft und unsere Arbeit sichtbar macht. Gemeinsam gehen wir Schritte der Erinnerung, der Hoffnung und der Verbundenheit.

Danke, dass ihr mit uns geht.

 

SEELENZEIT unterwegs – ein Herzensprojekt nimmt Form an ✨

Im September waren wir wieder unterwegs – für unser mobiles Raumkonzept „SEELENZEIT“, das Sterneneltern in schweren Momenten Trost, Erinnerung und liebevolle Begleitung schenken soll.

Nicole, Sandra und Yvonne (stellvertretende Stationsleitung der gynäkologischen Station der St. Elisabeth Klinik) durften gemeinsam mit Simone Reiland an der école nationale de santé du Luxembourg in die Welt des Snoezelnseintauchen.

In einem inspirierenden Austausch haben wir gemeinsam erste Ideen für ein ganz besonderes Herzensprojekt entwickelt:
„SEELENZEIT“ soll als mobiles Raumkonzept in Kliniken und Einrichtungen eingesetzt werden, um Sterneneltern einen geschützten Ort der Ruhe, des Abschieds und der Erinnerung zu ermöglichen.

Wir sind dankbar für die wertvolle Zusammenarbeit und freuen uns schon jetzt darauf, bald mehr mit euch zu teilen.
Denn: Jeder Moment zählt. Jeder Abschied verdient Würde. Jeder Sternenkind-Moment bleibt.

SternenEltern Saarland auf dem Mariä Geburtsmarkt in Lebach

Im September waren wir mit unserem Selbsthilfeangebot für Sterneneltern auf dem Mariä Geburtsmarkt in Lebachvertreten – und zwar am Stand von Bestattungen Anzalone und der wunderbaren Judith Pink.

Judith hat für uns eine liebevoll gestaltete Spendenbox mitgebracht – ein echtes Herzensprojekt, das nicht nur optisch ein Hingucker war, sondern auch viele berührende Gespräche angestoßen hat.

Der Markt bot eine wertvolle Gelegenheit, mit Menschen ins Gespräch zu kommen, über unsere Arbeit zu informieren und ein Zeichen für mehr Sichtbarkeit und Unterstützung für Sterneneltern zu setzen.

Danke an Judith, Bestattungen Anzalone und alle Besucher:innen, die sich Zeit genommen haben, zuzuhören, Fragen zu stellen und unsere Arbeit zu unterstützen.
Gemeinsam machen wir Sternenkinder sichtbar.

Was für ein wundervoller Abend in Merzig!

Das Benefizkonzert in Merzig war nicht nur musikalisch ein echtes Highlight – es war auch ein Ort für berührende Begegnungen, wertvolles Netzwerken und neue Impulse für unsere Arbeit mit Sterneneltern.

Wir durften inspirierende Gespräche führen, neue Kontakte knüpfen und vielleicht entsteht daraus schon bald ein neues Projekt oder sogar eine neue Selbsthilfegruppe. ✨

Ein ganz besonderer Dank geht an Nicole und Daniel:
Als selbst betroffene Eltern haben sie mit ihren Liedern unsere Herzen tief berührt.
Ihr Mut, eure Offenheit und eure Musik verdienen größten Respekt.
Chapeau! ❤️

Wer nicht dabei sein konnte, aber unser Herzensprojekt „SEELENZEIT – Geborgenheit für Eltern und ihr Sternenkind“ unterstützen möchte, kann das ganz einfach hier tun:
betterplace.org – Projekt SEELENZEIT

Danke an alle, die diesen Abend zu einem unvergesslichen Moment gemacht haben.
Gemeinsam setzen wir ein Zeichen für mehr Mitgefühl, Sichtbarkeit und Unterstützung.

Wichtige Neuerungen im Mutterschutz ab Juni 2025 – Ein „Sieg der Menschlichkeit“

Wichtige Neuerungen im Mutterschutz ab Juni 2025 – Ein „Sieg der Menschlichkeit“

Ab dem 1. Juni 2025 treten im Mutterschutzgesetz wichtige Änderungen in Kraft, die Frauen nach einer Fehlgeburt besser absichern und Arbeitgebern mehr Klarheit verschaffen. Diese Neuregelungen sind das Ergebnis eines langen und engagierten Einsatzes vieler Beteiligter.

Gestaffelte Mutterschutzfristen bei Fehlgeburten

Zukünftig gibt es gestaffelte Mutterschutzfristen für Frauen, die eine Fehlgeburt erleiden – abhängig vom Zeitpunkt der Schwangerschaft:

  • Ab der 13. Schwangerschaftswoche: 2 Wochen Mutterschutz
  • Ab der 17. Schwangerschaftswoche: 6 Wochen Mutterschutz
  • Ab der 20. Schwangerschaftswoche: 8 Wochen Mutterschutz

Bei einer Totgeburt ab der 24. Schwangerschaftswoche bleibt die Schutzfrist unverändert bei 14 Wochen.

Freiwilligkeit der Schutzfristen

Grundsätzlich können Frauen selbst entscheiden, ob sie die ihnen zustehende Schutzfrist in Anspruch nehmen oder früher wieder arbeiten möchten. Eine Ausnahme bildet hier die Schutzfrist nach einer Totgeburt: In diesem Fall sind zwei Wochen Mutterschutz zwingend.

Anspruch auf Mutterschaftsleistungen

Während dieser Schutzfristen erhalten Frauen Mutterschaftsleistungen, deren Dauer sich nach der jeweiligen Schutzfrist richtet. Arbeitgeber können sich die Kosten für den Mutterschutz über das sogenannte Umlageverfahren U2 erstatten lassen.

Erweiterter Kündigungsschutz

Frauen, die nach der 12. Schwangerschaftswangerschaftswoche eine Fehlgeburt erleiden, sind für vier Monate besonders vor einer Kündigung geschützt.


Ein Herzliches Danke für den Einsatz

Diese Anpassungen im Mutterschutzgesetz sind nicht zuletzt dem Engagement vieler zu verdanken. Ein besonderer Dank gilt der SPD und der CDU im saarländischen Landtag, die diesen wichtigen Gesetzesentwurf auf den Weg gebracht und die Initiative der saarländischen Landesregierung auf Bundesebene mitgetragen haben.

Von Herzen DANKE geht an Natascha Sagorski, die mit ihrer unermüdlichen Arbeit und dem Start einer Petition maßgeblich für den gestaffelten Mutterschutz gekämpft hat. Ihr Einsatz hat maßgeblich dazu beigetragen, dieses wichtige Thema in den Fokus zu rücken.

Auch Herrn Prof. Dr. Loth, Vorstand der IKK Südwest, gebührt unser tiefer Dank. Er stand von Beginn an hinter dem gestaffelten Mutterschutz und setzte sich konsequent für die Rechte vieler Frauen ein.

Bereits zum Zeitpunkt des Beschlusses äußerte sich Sandra Kern vom Verein Sterneneltern Saarland e.V. positiv und bezeichnete den ausgeweiteten Mutterschutz als „Sieg der Menschlichkeit“. Sie betonte, dass dies eine „Anerkennung der realen Belastungen ist, die Frauen nach einer Fehlgeburt erleben“ und den betroffenen Frauen die notwendige Zeit für Trauer und Heilung ermögliche.

Diese neuen Regelungen stärken die Rechte und den Schutz von Frauen in einer schwierigen Situation und erleichtern gleichzeitig durch klare Regelungen die Handhabung für Arbeitgeber.