Der lange Weg zum ersehnten Kind und der Preis, den viele zahlen…
Oft wandelt sich eine Kinderwunschreise schnell zu einem medizinischen Marathonlauf. Beginnend mit dem ersten mulmigen Gefühl, den Schritt in eine Kinderwunschklinik zu wagen, findet man sich bald in einem Alltag wieder, der von Terminen, Blutentnahmen, Diagnostik und Ultraschalluntersuchungen bestimmt wird. Die Hemmschwelle, sich selbst zu spritzen, ist schnell überwunden, die Medikamente werden zum ständigen Begleiter und die Freizeitgestaltung wird von festen Uhrzeiten, an denen die nächste Spritze gesetzt werden muss, bestimmt. Plötzlich gibt es einen Plan, der vorschreibt, an welchem Tag und zu welcher Uhrzeit man Geschlechtsverkehr haben muss. Funktioniert das nicht, findet sich dein Partner schnell in sterilen Abgaberäumen wieder, während du in Narkose liegst, um dir Eizellen entnehmen zu lassen. Du ziehst dich während dieser Zeit nicht nur körperlich ständig in den Untersuchungsräumen aus, sondern fühlst dich auch emotional völlig entblößt. Die Hormonspritzen hinterlassen Spuren, die blauen Flecken verschwinden nicht mehr, weder auf dem Bauch noch auf der Seele. Ein Versuch jagt den nächsten, man überschreitet emotionale und finanzielle Grenzen und steht irgendwann der Entscheidung gegenüber: Gehen wir weiter oder nehmen wir Abschied?
Wir gehen ein Stück mit dir in unserer Selbsthilfegruppe Lebens(t)raum.
Du bist nicht allein 📩 k.engel@sternenelternsaarland.de