Gästeblog | Eure Gedanken-Ecke

Erzählt uns die Geschichte von eurem Sternenkind…

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Sarah Teil 1 schrieb am 24. November 2019:
Alles begann am 02.07.2019 mit einem überraschend positiven Schwangerschaftstest. Lio
war ein Wunschkind, aber wir hätten niemals gedacht, dass es direkt im ersten ÜZ klappen
würde. Umso größer war die Freude, dass wir nun schon in 9 Monaten Eltern sein würden.
Zwei Wochen später hatten wir einen Frauenarzttermin, bei dem auch bereits das Herzchen
schlug. Alles war super. Kurz darauf bekam ich einen Heiratsantrag. Wir setzten den Termin
auf den 20.09 fest. Immer wieder hatte ich das Gefühl, dass alles viel zu perfekt ist;
versuchte aber dieses Gefühl nicht zu nah an mich ran zu lassen.
Vier Wochen später folgte der nächste Frauenarzttermin. Meine Mama hatte mich zu
diesem begleitet. Wieder war alles super. Meine Mama freute sich über die erkennbaren
kleinen Finger, die auch vollständig waren.
Unser Lio hatte sich nie viel bewegt. Meine Gedanken dazu waren immer "Er ist eben ein
gemütliches Baby, ganz nach den Eltern". Außer einem kleinen Winken war nichts zu sehen,
aber die Frauenärztin war zufrieden und schrieb auch in den Mutterpass, dass alles in
Ordnung wäre und sich unser kleines Krümelchen gut entwickelte. Überglücklich ging ich
nach Hause. Wir waren in der 10. Ssw. Nur noch zwei Wochen und die kritische Zeit hätte ein
Ende. Alles war gut. Was sollte schon noch passieren?
3 1/2 Wochen später fuhr ich mit meiner Schwester einkaufen. Wir schauten nach
Kindersitzen und Kinderwägen; erste Dekoteile fürs Kinderzimmer mussten mit. Der nächste
Frauenarzttermin stand kurz bevor und ich freute mich einfach nur noch darauf alles
einrichten zu können.
Vier Tage später am 10.09.19 hatte ich spät abends nach der Arbeit den Termin bei der
Frauenärztin. Ich freute mich eventuell das Geschlecht erfahren zu können. Von vielen hatte
ich gehört, dass sie es in der 14. Ssw erfahren hatten. Mein Mann war auch dabei. Nach
einem kurzen Gespräch mit der FÄ ging es dann auch schon zum Ultraschall. Wir Beide
schauten uns an und waren so positiv. Die FÄ schallte und schallte, zeigte uns einige Details.
Dann schallte sie weiter. Wir beide glaubten zu dem Zeitpunkt, dass sie nach dem Geschlecht
schaut. Doch dann stoppte sie das Bild, schaute mich ernst an und sagte "Sehen Sie das
hier?" dabei zeigte sie auf eine "Blase", die sich deutlich am Bauch unseres Kindes befand.
"Das gehört da so nicht hin. Ich würde sie gerne zu einer Spezialklinik überweisen. Es tut mir
leid. Ich hätte ihnen gerne etwas anderes gesagt." Voller Schock starrte ich meinen Mann an,
der nur geschockt zurückschaute. Ich murmelte ein "OK..." zu mehr war ich in dem Moment
nicht fähig.
"Ich mache für Sie einen Termin ab. Und rufe sie morgen früh an." Mit einer Überweisung
zur Uniklinik in der Hand verließen wir die Praxis. Erst im Auto kamen ihre Worte richtig bei
mir an. Unser Kind war krank. Irgendetwas stimmte nicht. Ich weinte. Warum wir? Warum
jetzt? Es war doch alles gut.
Nachdem ich es geschafft hatte auf der Arbeit unter Tränen Bescheid zu geben, dass ich
erstmal ausfalle, fuhren wir auf direktem Weg zu meinen Eltern. Dort angekommen
umarmte ich meine Mama und weinte. Ich konnte nicht reden. Ich wollte nicht in Worte
fassen was gerade passiert war. Worte machen alles realer und ich wollte die Realität nicht
wahrhaben.