Gästeblog | Eure Gedanken-Ecke

Erzählt uns die Geschichte von eurem Sternenkind…

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Jenni. P. aus Niedermerz schrieb am 10. März 2019:
Hallo zusammen.
Es fällt mir immer noch schwer darüber zu reden. Ich habe im April 2018 unseren Sohn zur Welt gebracht. Unsere Planung war eigentlich abgeschlossen. Ungefähr im September rum habe ich festgestellt das ich wieder schwanger bin. Der Schock war erst gross, da mein Sohn leider eine Kaiserschnitt Geburt wurde. Somit war noch nicht alles abgeheilt und ich hatte grosse Angst ob das gut gehen kann. Der Termin beim meiner Ärztin rückte näher und als ich dann da lag und auf dem Bildschirm guckte war meine Angst für einen kurzen Augenblick verflogen.
Ein Leben was in meinem Bauch heran wächst . Dieser Gedanke versetze mich zurück. So viel Freude.. mein Mann drückte meine Hand so fest das ich spürte auch er freute sich.
Ich war bereits Anfang 6 Woche.
Am 8.11.18 hätten wir den nächsten Termin. Genau an unserem Hochzeitstag.
Dazu sollte es leider nicht kommen.
Am 1. 11.18 habe ich leichte schmierblutungen bekommen. Wir sind ins Aachener Klinikum gefahren. Dort wurde ich untersucht. Es war alles ok. Blutwerte waren optimal .. alles war in Ordnung. Die Ärztin war so nett und meinte ich soll mir erst mal keine Sorgen machen. Das kommt in einer ss schon mal vor. Manchmal ist das aber auch eine Laune der Natur. Da meine letzte ss mit Kaiserschnitt noch nicht so lange her war. Es kann auch sein das sich mein Körper noch nicht bereit fühlt. So war es dann auch leider. Am 4.11.18 am Abend wurde die leichte blutung immer stärker.. Ich hatte starke Wehen und eine Riesen Angst. Meiner Schwiegermutter kam vorbei um nach den Kids zu sehen. ( Enrico 9j. Und Marvin heute 11 mon.)

Wir fuhren wieder ins Klinikum.. man hat uns so lange warten lassen .. Ich hatte so starke Schmerzen und musste andauernd auf die Toilette.
1 Std verging als wir endlich im Kreissaal im Behandlungszimmer waren.
Die frauenärztin guckte schnell nach und konnte nur noch die Öffnung des muttermundes sehen und die eingefallene fruchtblase.
Dann wurde mir gesagt ich solle mich auf den Toiletten Stuhl setzen wo dann alles weiter ging. Ich habe mein Kind verloren.
Die fruchtblase hilt Ich in meinen Händen.
Was ich gesehen und erlebt habe bleibt ewig in meinen Gedanken. Es war der schlimmste Tag in meinem Leben.
Als ich auf Zimmer / station gebracht wurde, sagte man mir .. man will versuchen es mit Tabletten in den Griff zu bekommen. Das sich alles lösen kann an Gewebe.. der 1 Tag verging.. der 2 ... verging .. meine Gebärmutter fing an sich zu entzünden. Sie wollten eine Ausschabung umgehen. Da es wegen der Narbe vom Kaiserschnitt zu gefährlich wäre. Leider musste es aber gemacht werden. Die Narkose Ärztin war hoch schwanger als sie neben mir stand. Ich musste die ganze Zeit weinen. Es war und ist heute noch sehr schlimm.
Mein Mann wartete bereits auf Station auf mich. Ich wollte unbedingt unser Sternchen bei uns haben. Unser Arzt zu dem Zeitpunkt setzte alle Hebel in Bewegung das es funktionierte. Früher war es so, das Kinder die unter 500 Gramm waren nicht bestattet werden konnten. Dies wurde zum Glück abgeschafft. Als wir auf dem nachhause weg waren, war es so schlimm für mich das Krankenhaus zu verlassen. Ich hatte das Gefühl..Ich lasse etwas zurück. Dieser Gedanke war so furchtbar.
Es hatte lange 2 Wochen gedauert. Am 23. 11.18 war die Beerdigung. Ein kleiner Mini Sarg mit vielen bunten Blumen. Der Pastor der die Beerdigung durch geführt hat, hat so liebe und schöne Worte gefunden. Das Lied aus dem Film Stadt der Engel lief und wir haben weisse Luftballons fliegen gelassen. Jeder von uns hat eine kleine Nachricht dran gebunden. Ich gehe jeden Tag hin und immer wieder fällt es schwer.
Ich bin froh das ich so einen halt bei meinem Mann habe und meine Kinder da sind und mich ablenken. Vor allem der kleine.
Ich hoffe der Schmerz vergeht bald aber das wird vermutlich noch eine ganze Weile dauern.
Es tut gut zu wissen das man mit dieser schweren Situation nicht alleine ist.
Fühlt euch alle gedrückt.
Unsere sterne sind immer bei uns.