Verlust in der Frühschwangerschaft (bis 13. SSW)

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      Herzlich Willkommen in der Online-Selbsthilfegruppe zum Thema „Verlust in der Frühschwangerschaft (bis 13.SSW)“

      Leider werden in unsere Gesellschaft diese frühen Verluste noch viel zu selten als ein „wahrer“ Verlust wahrgenommen.
      Sätze wie: „Du warst doch noch ganz am Anfang“ ,
      „In den ersten Monaten kann immer etwas schief gehen.“ Oder „Machen Sie sich nicht so viele Gedanken, dass passiert 15% aller Frauen.“ haben sicherlich schon einige hier gehört.

      Doch in den ersten Monaten einer Schwangerschaft passiert sowohl körperlich als auch psychisch sehr wohl viel. Der Hormonhaushalt verändert sich, die Periode bleibt aus, man muss häufiger zur Toilette, man ist müde und abgeschlagen und die Gebärmutter wächst. Nicht zu vergessen die bekannte Übelkeit.
      Aber auch psychisch tut sich gerade in den ersten Monaten sehr viel. Überraschung, Freude, Sorge, Aufregung, Glück und Ängste sind nur ein paar der Gefühle und Gedanken die uns gerade in den ersten Wochen/Monate begleiten.
      Mit dem positiven Schwangerschaftstest beginnt sich das Gedanken- und Gefühlskarussell zu drehen.
      Wird es ein Mädchen oder ein Junge? Wie wird es aussehen, wie ich oder wie der Papa? Welchen Charakter wird es haben? Was wird aus meiner Arbeit, wenn ich solange ausscheide? Wie lange will ich denn überhaupt ausscheiden?
      Mit dem positiven Schwangerschaftstest stellt man sich seine Zukunft mit Kind vor, malt sich den ersten Familien Urlaub aus oder strukturiert in Gedanken das Haus um.
      Mit dem positiven Schwangerschaftstest denkt, fühlt und ist man eine Mutter, mit jeder Faser seines Körpers.

      Und genau diese Veränderung und Emotionen soll man für sich behalten? Die Rede ist von der „magischen Drei-Monats-Grenze“, die sicherlich alle Frauen kennen. Allzuoft hält man die Schwangerschaft vor Freunden, Familien und Arbeitskollegen bis zur 13.SSW geheim, traut sich erst danach von dem großen Glück zu erzählen. Doch genau das macht diese trauernden Mütter und Väter sehr einsam.
      Wie soll man denn seine Trauer teilen, wenn kaum jemand davon weiß? Wie erklärt man Traurigkeit, wenn niemand von dem vorangegangenen Glück wusste? Mit wem ordnet man seine Gedanken neu?

      Die Antwort darauf lautet: Hier bei und mit uns!

      Wir geben Euch hier die Gelegenheit anonym und offen über Eure Gefühle, Gedanken und Erlebnisse zu sprechen, Fragen zu stellen und Euch auszutauschen.

      Denn niemand ist allein.

       

       

       

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